Japanischer Garten in Berlin Frohnau
Ziel der Umgestaltung ist die Transformation eines bestehenden Gartens in einen japanisch inspirierten Betrachtungsgarten. Der neue Gartenraum folgt der Idee des kontemplativen Erlebens: Er ist nicht als Nutzgarten konzipiert, sondern als Ort der Ruhe, der Reduktion und der bewussten Wahrnehmung von Raum, Material und Bewegung.

Zurückhaltung im Erscheinungsbild
Der Vorgarten bleibt bewusst in seiner bestehenden Gestaltung erhalten. Nach außen gibt es keinen offensichtlichen Hinweis auf den besonderen Garten im rückwärtigen Bereich. Lediglich eine dezent platzierte japanische Steinlaterne im Vorgarten fungiert als stilles Zeichen und feiner Verweis auf die dahinterliegende Gartenwelt.


Aufmaßplan

Pflanzplan
Die japanische Wegebaukunst
Die befestigten Bewegungsflächen abseits des Wohnhauses werden ausschließlich aus Naturstein hergestellt. Die Wegeführung orientiert sich an der traditionellen japanischen Wegebaukunst: einzeln gesetzte Trittsteine und Stelen strukturieren die Bewegung durch den Garten, während die Zwischenräume mit Pflastersteinen mit handbearbeiteten Kanten ausgeführt werden. So entsteht ein bewusst unregelmäßiges, ruhiges Wegegefüge, das zur langsamen Fortbewegung einlädt.
Ein besonderes Element bildet eine solitäre Wegefläche aus speziell bearbeitetem Naturstein. Sie ist als gestalterische Reminiszenz an die Arbeiten von Mirei Shigemori gedacht und setzt einen klaren, künstlerischen Akzent innerhalb des Gartens.

Der hintere Gartenbereich wird konsequent als Betrachtungsgarten angelegt. Pflanzen, Steine und Wege sind so komponiert, dass sie aus festgelegten Blickpunkten wirken und sich je nach Licht, Jahreszeit und Perspektive verändern. Der Garten entfaltet seine Wirkung weniger durch Bewegung als durch das stille Verweilen und das bewusste Sehen.
Entwurf und Perspektivzeichnungen: Christian Otto, Koloration: Team LAGADE


